I. Ranglistenregatta 2022 in Suhrendorf / Insel Ummanz

Wow, was für ein Auftakt in die Speedsurfsaison 2022!

An der Westküste der kleinen Ostseeinsel Ummanz, zwischen Rügen und Hiddensee, spannt sich eine etwa 250 m breite und 10 km lange Flachwasserzone auf. Es ist ein idealer Spot für Anfänger und Fortgeschrittene Windsurfer, aber auch Regattafreaks in den Disziplinen Freestyle und Speedsurfen finden gute Bedingungen vor. Für die Auftaktveranstaltung der 2022er Regattaserie hatten sich 21 Fahrer vom 19.-22. Mai versammelt, darunter zwei Damen und ein Jugendlicher.

Der erste Tag war von leichten Winden, strahlendem Sonnenschein und Temperaturen bis 25 Grad geprägt. Es konnten leider keine Rennen ausgetragen werden, jedoch wurde das Material für die kommenden Tage präpariert und viel „geplauscht“. Die Meisten von ihnen hatten sich zuletzt während der Deutschen Meisterschaften im August 2021 gesehen. Für Freitag war ein gutes Windfenster in den Morgenstunden bis zum frühen Nachmittag prognostiziert. Das hieß „Frühsport“ mit Aufriggen ab 6 Uhr, anschließend Skippersmeeting und bereits um 7:30 Uhr wehte die „grüne Flagge“ für das erste Rennen bei westlichem Wind zwischen 15-20 kn. Die großen Segelgrößen zwischen 9 und 7,5 m2 kamen dabei zum Einsatz. Gefahren wurde ein 250 m Kurs vor dem nördlichen Teil der Insel mit einer Renndauer von je einer Stunde. Ab 9:00 wurde Rennen 2 gestartet und der Wind nahm leicht zu mit Böen bis 23-24 kn. Nach einer verspäteten „Frühstückspause“ folgten ab 11:30 bis 14 Uhr Rennen 3 und 4 mit Wind zwischen 15-20 kn. Der Tagessieg ging an Michael Naumann aus Warnemünde, gefolgt von Michael Brozio aus Fehmarn und Matthias Popp vom Ammersee, aber auch Torsten Mallon aus Hamburg konnte ein Rennen für sich entscheiden und war dem Trio dicht auf den Fersen. Spitzen Runs lagen in diesen relativ leichten Winden bei 35-36 kn auf 250 m Kurslänge.

Für Tag 3 war durchgängig starker bis stürmischer Wind gemeldet und so wurde diesmal morgens entspannt gefrühstückt, ab 09:30 Uhr der Kurs gelegt und 11 Uhr in den Renntag gestartet. Bei Wind zwischen 25-36 kn kamen kleinere Segelgrößen zwischen 5.5 bis 7.0 m2 zum Einsatz. Youngstar Philipp Köhlert zischte mit 4.2 m2 über den Kurs. Leider flaute der Wind im Rennen auf 22-30 kn ab, so dass die gewählten Segelgrößen im mittleren Einsatzbereich waren. Spitzengeschwindigkeiten lagen bei 37 kn und auf 250 m mit 36 kn nicht deutlich höher als am Vortag. Bis 13:30 Uhr wurden Rennen 5 und 6 gefahren. In der Mittagspause streiften Starkregenschauer mit Böen bis 38-40 kn das Regattagebiet. Ein Neustart wurde für 16:45 Uhr angesetzt und gegen 18 Uhr der Wettkampftag nach Rennen 7 beendet. Das letzte Rennen hatte nochmal richtig „Druck in der Tüte“ und machte den Fahrern viel Freude und Spitzenläufe lagen bei 36 kn.

Anschließend fand sich das Regattafeld zur „AfterRaceParty“ in der Surfschule „Ummai“ ein. Der letzte Wettkampftag von leichten Winden bis 13 kn geprägt und so wurde die Regatta bereits zum Skippersmeeting um 09:30 Uhr beendet. Bis 11:30 Uhr wurden die Daten ausgewertet, das Regattaequipment verpackt und eine kurze Fahrerversammlung abgehalten. Beendet wurde die Veranstaltung mit einer zünftigen Siegerehrung im Ambiente der Surfschule. Alle Fahrer sind intensiv gesurft, denn eine Regatta mit 7 Wertungsläufen in zwei Tagen kommt nicht häufig vor. Beste Dame wurde Marion Neuling vom Salzhaff (83 Punkte), mit zwei Punkten Abstand zu Neueinsteigerin Rena Machner aus Lübeck (85 Punkte). Philipp Köhlert kämpfte unermüdlich zwischen dem Erwachsenenfeld … „Hut ab“! Das Spitzentrio des Vortages blieb konstant. In der Eventwertung sicherte sich Michael Naumann (3,5 Punkte) den Gesamtsieg vor Michael Brozio (9,7 Punkte) und Matthias Popp (14 Punkte), knapp gefolgt von Torsten Mallon (14,7 Punkte). Die „Top Fünf“ komplettierte Manfred Fuchs aus Hamburg (20 Punkte). In drei Wochen treffen sie erneut aufeinander, diesmal in Boiensdorf am Salzhaff. Die weitere Speedsurf-Tour 2022 führt über die Insel Fehmarn (August) bis zur Finalveranstaltung im September, der Internationalen Deutschen Meisterschaft in Born am Saaler Bodden.

Vielen Dank an die Locals Steffi, Ralf, Georg und Kai für die tatkräftige Unterstützung zur Durchführung der Veranstaltung!