Belgische Speedweek Grussian / Frankreich

Wertung zur Deutschen Speedsurfserie 2009 bei der Belgischen Speedweek Gruissan/Frankreich (13.04.-17.04.2009)

Deutschland war bei insgesamt 73 starken internationalen Teilnehmern mit 19 VDS/DWSV Mitgliedern bei dieser Regatta stark vertreten. Dieses ist sehr erfreulich, da es zeigt, dass es im Verein ein großes Interesse an Wettkämpfen gibt.
Bedingt durch die Ostertage reisten viele der Teilnehmer schon etwas früher nach Gruissan, um den Spot kennen zu lernen. Leider war dieses nur am Sonntag möglich, da vorher Flaute herrschte. Der Sonntag zeigt sich dann auch ganz von seiner für Gruissan untypischen Seite.

Es war mit 6 Grad sehr frisch und es regnete bei ablandigen 7-8 Windstärken. Einige Teilnehmer nutzen diese Bedingungen trotzdem aus, sich mit dem Spot vertraut zu machen. Es zeigte sich, dass der Wind sehr halbwind war und es daher kleiner Segel und großer Finnen bedarf. Trotzdem wurden Geschwindigkeiten von über 70 Km/h erreicht. Dieses ließ die Vorfreude auf den Regattabeginn am Montag deutlich steigen, da auch für Montag noch starker Wind aus derselben Richtung vorhergesagt wurde.

Dieses bestätigte sich am Montagmorgen dann auch und zusätzlich stiegen die Temperaturen bei Sonnenschein deutlich höher als am Vortage.

Bei 7-8 Windstärken wurde gleich am frühen Morgen von allen Teilnehmern das „kleine“ Material aufgebaut.
Im Verlauf des pünktlich gestarteten 1. Laufes zeigte es sich, dass diese Auswahl genau richtig war. Der Wind blieb konstant bei 7-8 Windstärken bei einem Winkel von ca. 100 Grad zum Speedkurs. Durch den Winkel waren die Wasserbedingungen auf dem Kurs natürlich sehr gut. Es gab keine oder kaum Wellen, so dass es Speedsurfen pur war.

Die Teilnehmer mussten sich erst einmal an die optimale Strecke auf dem Kurs rantasten, was teilweise heftige Stürze bei Falscheinsachätzung zur folge hatte, wenn der Wasserstand zu flach wurde. Die Teilnehmer, welche schon am Vortag dieses getestet hatten, waren klar im Vorteil, da sie schon Erfahrung gesammelt hatten.

Den ersten Lauf gewann bei den weiblichen deutschen Teilnehmern Birgit Höfer deutlich vor Katrin Stein. Bei den Männern setzte sich Torsten Mallon klar gegen Manfred Merle und Manfred Fuchs durch.
Nach einer kurzen Pause folgte sofort der 2. Lauf. Dort zeigte sich leider, dass die Wettervorhersagen immer stimmen, wenn der Wind abnehmen soll. Das tat er leider auch schon 20 Minuten, nach Start des 2. Laufes. Erst wurde er sehr böig und nahm nach 70 Minuten soweit ab, dass die belgische Regattaleitung das Rennen abbrach.

Eine Wertung hat der zweite Lauf aber trotzdem ergeben.
Bei den deutschen Damen siegte wieder Birgit Höfer vor Katrin Stein, bei den Männern Torsten Mallon vor Michael Naumann.
Die Auswertung der Rennen erfolgte bei den Belgiern durch Videoaufzeichnung, bei den Deutschen Aufgrund von GPS-Daten, welche von Manfred Fuchs und Manfred Merle separat zu den Belgiern ausgewertet wurden.
Torsten Mallon erzielte von den deutschen Teilnehmern die deutlich schnellste Geschwindigkeit auf 500m von 66,96 Km/h vor Michael Naumann mit 63,91 Km/h. Birgit Höfer erreichte 53,66 Km/h auf 500m.

Nachdem der Wind am Montagnachmittag die Segel gestrichen hatte, taten es die Teilnehmer ihm nach und bauten ihr Material ab. Am Dienstag gab es einen angesagten Flautentag mit super Sonne zum Erholen für die Teilnehmer. Für den Mittwoch wurden vom Wetteramt wieder starke Winde bis zu 6-7 Windstärken vorhergesagt.
Leider aus der falschen Richtung, nämlich auflandig, was bedingt durch die Windrichtung in Gruissan Wellen mit Höhen von bis zu 2 -3 Metern zur Folge hat. Somit nicht zum Speedsurfen geeignet.

Diese Befürchtung sollte sich dann am Mittwochmorgen beim Skippermeeting auch bestätigen. Die Bedingungen waren durch die hohen Wellen sehr selektiv und nicht zum Speedsurfen geeignet.
Somit wurde der Tag vom Regattaleiter gecancelt, das Rennen auf den Donnerstag verschoben. Damit hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, auf einen der vielen Etangs Rund um Gruissan und Leucate zu fahren und bei passablen Baggerseebedingungen wenigstens den starken Wind auszunutzen. Dieses wurde auch von fast allen Teilnehmern angenommen und es wurde ein passabler Surftag bei schönem Wetter und max. Geschwindigkeiten von 36 Knoten.

Leider bestätigte sich die Wettervorhersage für Donnersteg und Freitag. Es gab wieder Flaute
und somit keine weiteren Möglichkeiten, Rennen auszutragen. Damit blieb die Rangliste von Montag erhalten.
Aus deutscher sicht sehr erfreulich ist nicht nur das sehr gute Abschneiden vieler deutschen Teilnehmer in der Gesamtrangliste der Belgischen Meisterschaft, sonder auch der 1. Platz von Birgit Höfer in der Gesamtrangliste der Frauen und der 4. Platz von Torsten Mallon in der Gesamtrangliste der Männer. Dieses zeigt deutlich, dass die deutschen Teilnehmer auch bei international besetzten Regatten gut mithalten können.

Abschließend ist zu sagen, das die Regatta von den belgischen Veranstaltern sehr profihaft Vorbereitet und organisiert wurde. Hiermit nach einmal Vielen Dank dafür. Die Deutschen Teilnehmer wurden sehr freundschaftlich aufgenommen und es haben sich viele neue Kontakte mit anderen Teilnehmern ergeben.
Für die nächste belgische Regatta in Gruissan 2010 sind die Deutschen Teilnehmer wieder
herzlich eingeladen worden teilzunehmen. Dieses wird sicherlich von vielen auch wahrgenommen.

Fazit: Diese Regatta hat sich für alle Teilnehmer sehr gelohnt und es hat viel Spaß gemacht.
Das Erscheinungsbild des VDS wurde von allen sehr positiv nach außen vertreten.
Hoffentlich folgen noch viele weitere solcher VDS Präsentationen!!

Bericht: Torsten Mallon
Fotos: Thomas Döblin

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