Austrian Speed Challange 4. / 5. Oktober 2008

Nachdem wir von Dranske gut zurückgekommen waren und unserem Bus einen neuen Satz Glühkerzen incl. Relais  spendiert hatten, machten wir uns am Donnerstag Abend auf den Weg zum Zicksee im österreichischen Burgenland. Die für uns normale Distanz von rund 750 km zog sich dann aber durch einen 20km Stau vor Linz doch etwas in die Länge. Am Freitag um die Mittagszeit trafen wir dann in St. Andrä am Zicksee ein. Das erste was wir sahen war ein großer schwarzer Kasten auf einem kleinen silbernen Auto. Uli Sattler, schon am Vortag angereist, empfing uns mit seinem gewohnten breiten Grinsen. Wir installierten uns auf der Wiese neben dem Gelände des “Surfclub Zicksee“. Gegen Abend trafen immer mehr Surfer ein und wir sahen noch ein paar bekannte Gesichter. Nachdem wir noch zu einem gemütlichen Pasta Essen bei Robert Sturm – dem Organisator der Speed Challenge – eingeladen wurden, gingen wir mit der Prognose auf viel Wind für den kommenden Samstag früh zu Bett.

Tatsächlich war der versprochene Wind am Samstag auch da! Mit dem Wind lagen die Temperaturen aber auch im einstelligen Bereich. Der Wind wehte stark böig aus westlichen Richtungen. Nach einem kurzen Skippersmeeting wurde die erste Hälfte des knapp 40 Fahrer starken Feldes zum Vorlauf auf das Wasser geschickt. Der Modus war folgender:

40 Fahrer werden in zwei Gruppen gelost. Jede Gruppe bestreitet einen Vorlauf, wobei die jeweils besten 8 Fahrer sich für das Finale qualifizieren. Die Kurslänge wurde auf 100m festgelegt, die  Heatlänge betrug 60 min.

Ich entschied mich für mein größtes Setup: 131 Liter mit 9.0m² Segel und 39er Finne. Birgit nahm den 59er Manta mit einem 6.5er Vapor und einer 31 Finne.

Der Wind war extrem böig und nach ein paar  Sicherheitsläufen wechselte ich auf das 7.5er Segel. Die 60 Minuten waren bald vorbei und ich hatte kein gutes Gefühl. Auch Birgit war nicht wirklich zufrieden. Uli Sattler – ohne Helm auf dem Wasser kaum zu erkennen – war sich auch sicher, schon mal schneller gesurft zu sein. Nach einem kleinen Problem beim Auslesen der GPS Geräte stand dann aber fest, daß Birgit sich als schnellste Frau und ich mich mit dem 5. Platz für den Endlauf qualifizieren konnten. Uli Sattler verpasste mit dem 9. Platz den Endlauf denkbar knapp.

Da der Wind gegen Nachmittag doch deutlich zugelegt hatte, entschied ich mich im Finale für mein 98 Liter Board mit 7.5er Segel und einer 34er Speed Slalom Finne. Birgit blieb auf ihrem Setup vom ersten Lauf. Die Geschwindigkeiten waren nun deutlich höher, doch war der zu fahrende Kurs sehr Amwind und man musste aufpassen, den Kurs nicht zu sehr diagonal zu fahren.

Nach ein paar Runs hatte ich 58.24km/h Topspeed auf dem Display was mich etwas beruhigte. Da der Wind etwas schwächer wurde wechselte ich auf eine 36er Finne und hatte noch ein paar gute Läufe. Birgit war mit 51,3km/h Topspeed auch relativ zufrieden, doch weiß man ja immer erst nach dem Auslesen der Geräte was die einzelnen Zeiten wert waren. Da es nach dem Finale schon zu dämmern anfing war kein zweiter Lauf mehr möglich.

Und die Prognose für Sonntag war: kein Wind.

Der Surfclub Zicksee sorgte beim anschließenden Grillabend auf dem vereinseigenen Gelände für Speis und Trank und wir konnten uns noch von der guten Qualität der Burgenländischen Rotweine überzeugen. Wir legten uns dann doch sichtlich neugierig auf den nächsten Tag in unsere Koje. Am Sonntag war dann Kaiserwetter, strahlend blauer Himmel aber kein Lüftchen war zu spüren. Deshalb wurde die Siegerehrung schon auf 11:30 Uhr vorgezogen. Birgit siegte bei den Frauen, was für mich jetzt nicht sehr überraschend war. Aber daß ich die Männerwertung gewann, überraschte mich dann doch.

Hier die Ergebnisse:

Aufgrund der Datenschutzänderungen können die Rang- und Starterlisten z.Z. nicht veröffentlicht werden.

Unser Fazit:
Der Trip an den Zicksee hat sich nicht nur aus sportlicher Sicht gelohnt. Die ASWA mit Robert Sturm als Vorsitzender und der Surfclub Zicksee bemühen sich enorm, um wieder Speed Events zu veranstalten. Die Organisation war gut und die Gastfreundschaft vorbildlich. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung !!

Hier noch unsere GPS Daten:

Aufgrund der Datenschutzänderungen können die Rang- und Starterlisten z.Z. nicht veröffentlicht werden.

 

Ach ja zur Rückfahrt, kleiner Stau bei Linz…   ;-))

Bericht von Armin und Birgit Höfer