Neue Speed Runway für Weltrekorde

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Durch einen privaten Investor kam vor 2 Jahre das für Speedsurfer wichtige Projekt ins rollen und das Land Schleswig Holstein gab grünes Licht für den Bau eines 2100m langen und bis zu 150m breiten Kanals. Das Projekt wurde bewußt geheim gehalten, um evtl. Klagen von Naturschützern zu unterbinden.

Nach Port Saint Louis und Saintes Maries de la Mer an der südfranzösischen Mittelmeerküste, soll nun der neue Kanal an der deutschen Nordseeküste das neue Mekka der Speed Windsurfer werden.

Das Land Schleswig Holstein hat das brach liegende Land zur Verfügung gestellt und die Baukosten von ca. 130 Tausend Euro wurden aus privater Hand und diversen Sponsoren getragen.

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Revier Endabnahme Orther Reede

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Endlich mal wieder Wind im Norden! Die Windvorhersage für den 29./30. Juli 2010 hörte sich ganz gut an. Also machte ich (Manfred Merle) mich auf den Weg Richtung Fehmarn, um den Endcheck der Orther Reede für die DM durchzuführen. Da Marc von Nordswell die gleiche Idee hatte trafen wir uns gegen Abend am Wasser in Orth. Der Wind war noch besser als angesagt – so 6 Windstärken mit 7er Böen – also genau richtig für ein 6er Segel und 49er Board. Noch schnell die 26er Seegrasfinne eingebaut und raus.Die Windrichtung war ziemlich genau West, optimale Bedingungen zum Speeden. Auch am kommenden Tag ist der Wind uns treu geblieben. Bei 5-6 Windstärken und einer Richtung aus Südwest konnten wir alle Kurse, die auch bei der Finalwoche der Deutschen Meisterschaft gelegt werden, mehrmals abfahren.Auch unsere Geschwindigkeiten über 65 km/h sprechen wieder mal für diesen Spot. Aus meiner Sicht würde ich jedem Windsurfer empfehlen, der nach Fehmarn will, die eine oder andere Grasfinne mitzunehmen oder vor Ort zu kaufen. Andras Kuhl vom Surfshop „CampInnuSurf“ hat eine ziemlich gute Auswahl von Grasfinnen – auch handgemachte von Wolfgang Lessacher habe ich entdeckt.

Auch Orth freut sich, die Deutschen Meisterschaften im Speedsurfen wieder bei sich zu Gast zu haben.

Speedsurf Spot in Irland

Dungarvan ist eine nette kleine Stadt an der Südostküste von Irland. Diese Ecke wird auch wegen der milden Temperaturen (Golfstrom) „Gold Coast“ oder „Irische Riviriera“ genannt. Die Leute haben Palmen in ihren Gärten stehen.

Der Spot ist eine Bucht, in die der Fluß, der durch Dungarvan fließt, mündet. In der Bucht gibt es eine ca. 1500 m lange Sandbank, an der man entlang surft (von links nach rechts, d.h. rechter Fuß vorn). Die ideale Windrichtung ist Südwest (SSW – WSW). Bei dieser Richtung kommt der Wind über freies Gelände, also relativ konstant. Bei allen anderen Richtungen ist der Wind eher böig durch Verwirblungen durch die Stadt usw. Die Sandbank macht auf dem letzen Drittel einen kleinen Knick, so dass man noch etwas abfallen kann (ähnlich wie Sandy Point). Ansonsten ist die Sandbank super gerade, es gibt auch so gut wie keine Seitenpriele, also besser als in Büsum oder Vollerwiek.

Der Spot ist natürlich stark abhängig von Windrichtung und Tide.

Speedrevier Langebaan

Nach 4 Monaten Zwangspause war im Februar Surfaction nötig. Die Auswahl des geeigneten Ziels war schnell getätigt. Die Kanaren sind im Februar nicht windsicher, die Kapverden etwas abseits, bei der Karibik schreckt der Jetlag. Die Region um Kapstadt hingegen ist windsicher, warm, hat einen Zeitunterschied von nur einer Stunde und bietet auch mitreisenden Begleit- personen einiges an Abwechslung.

Die Entscheidung ob der eigene Surfstuff mitreisen oder vor Ort Leihmaterial genutzt werden sollte, war nicht einfach. Letztendlich fiel die Entscheidung gegen den Transport des eigenen Materials. Aufwand und Kosten sprachen bei der kurzen Aufenthaltsdauer für Leihmaterial. Das Cape Sports Center in Langebaan versprach hier günstige Preise und ansprechende Qualität von Brett und Segel.

Jetzt noch schnell Flugticket, Mietwagen und Unterkunft organisiert und schon konnte es losgehen. Nach 11 Flugstunden, mit einer großen deutschen Fluglinie direkt von Frankfurt nach Kapstadt und kurzer Übergabe des Mietwagens stürzten wir uns in den Links- verkehr . Die Fahrt nach Langebaan führt die R27 nach Norden, an den beliebten Stränden von Blouberg, Melkbos und Yzerfontein vorbei und gibt einen ersten Überblick über die karge Landschaft.

Leider ist auch der lokale Wind, der Cape Doctor, nicht 100% zuverlässig und so blieb in den ersten Tagen auch Zeit die möglichen Surfspots der Umgebung zu erkunden. Am vierten Tag ging es endlich los, der Cape Doctor war zurück.

Das Cape Sports Center in Langebaan liegt strategisch günstig am Ausfluss der großen Lagune in die Saldanha Bay. Hier an der engsten Stelle zwischen 2 Hügeln wird der Wind noch einmal beschleunigt und ist somit etwa 1 Beaufort stärker als außerhalb der Düse. Direkt an der Station liegt auch der erste Speedstrip mit 300m Länge (Bild oben). Die Beschleunigungsstrecke führt quer durch den Zufluss der Lagune, hier steht bei Südwind und auflaufendem Wasser eine kleine aber steile Kabbelwelle.

Ein weiterer interessanter Spot liegt im inneren der Lagune in der Kraalbaai (Bild unten). Hier weht der Wind schräg ablandig und bei Niedrigwasser kann man direkt am Sand- strand entlang heizen. Der Strip ist ca.600m lang und grenzt in Luv an den Nationalpark. Das besondere an diesem Spot ist, dass man hier direkt auf dem Wasser in Hausbooten wohnen kann.

Die Ausbeute von 5 Windtagen mit 15-25kn Wind, während 8 Tagen Aufenthaltsdauer, spricht für sich. Beim nächsten mal bringe ich aber Board und Segel mit.

Veluwemeer (Holland)

Das Veluwemeer ist eins der bekanntesten Anfänger und Speedreviere in Holland, selbst im Winter finden sich hier oft einige Surfer wieder.
Treffpunkt der Speedcracks ist Strand Horst (direkt neben der Autobahn), die dann im Bereich hinter des Steindammes die Finnen glühen lassen.

Ab dem Sommer bilden sich in dem flachen Wasser am Grund Seegrassfelder, die das entstehen von Wellen verhindern.
Beste Windrichtung ist NW, dann kann man bis Harderwijk (ca. 4-5km) Speeden.
In den Wintermonaten wird das Wasser abgelassen, so sollten dann die Finnen 30 cm Tiefgang nicht überschreiten.

Sonstige Infos:
Windguru
Windfinder

Lauwersmeer (Holland)

Das Lauwersmeer liegt im Norden von Holland direkt an der Nordsee. Bei WSW – NW sind sehr gute Speedbedingungen, wo der Wind ablandig frei auf das Wasser einfällt.
Je nach Wasserstand kann man bis ans Ufer heran fahren, und der Stehbereich geht von 30 – 100 Meter raus! (bis Fahrrinne) Kein Seegras!
Großer Parkplatz (Hoek van de Bant) mit WC und Imbissbude (im Sommer) direkt am Spot. Wildcampen in ganz Holland verboten und Vorsicht vor Blitzern auf den Landstraßen und in den Ortschaften! (Geblitzt wird von hinten)!

Sonstige Infos:
Windguru
Windfinder

Fehmarn

Mit der beste Spot zum Speeden ist Gold, denn hier findet man selbst bei starken auflandigen Wind nur recht kleine Kabbelwellen vor. Bei reinen SW Wind wird es im Uferbereich sehr flach, dafür kann man dann gut die Finnenkiller die rechts von der Bucht im Wasser lauern sehr gut sehen. Beste Flachwasserbedingungen, wie auch in Stukkamp , bei Wind aus östlichen Richtungen.

In Strukkamp wird das Wasser recht schnell tiefer, darum wir die Welle bei auflandigen Wind bis zu 1m hoch Besonders in den Sommermonaten sollten Seegrassfinnen unbedingt mitgenommen werden!

Weitere Infos:
Windguru
Windfinder

Großenbrode

Eine ca. 750m lange und je nach Wasserstand 2m hohe Mole, bietet bei westlichen Winden nahezu perfekte Speed – Bedingungen. Der Stehbereich an der Mole ist nur wenige Meter. Das betreten der Mole von der Ostseeseite aus ist nicht empfehlenswert und auf der Binnenseite lauern Stellenweise kurze Eisenstangen im Wasser!
Ab dem Spätsommer könnte auch ein Fischernetz etwas stören.
Der Wind ist ca. eine Windstärke schwächer wie auf Fehmarn.

Weitere Infos:
Windguru
Windfinder

Büsum / Ossengoot

Der Nordseepriel liegt nördlich von Büsum ist bei Niedrigwasser z.Zt. der schnellste Spot in Deutschland. Je nach Gezeitenstand und Windstärke ist der Priel bis zu 4 Stunden befahrbar. Optimale Speedbedingungen findet man von SW bis WNW  Wind (Auf einem Seitenarm auch bei NW). Je nach Gezeitenstand sollte man sich vor Sandbänke in acht nehmen!
Einlaßstelle ist der Badestrand bei Stinteck (kleine Parkplatzgebühr wird fällig).

Weitere Infos:
Windguru
Windfinder
Tidenkalender
Wasserstand