Der neue Deutsche Meister im Speedwindsurfen 2019 ist gekürt!

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Deutsche Meisterschaften im Speedsurfen, Orth auf Fehmarn, 31. August bis 7. September 2019

Die Deutschen Meisterschaften in der Disziplin Speedsurfen werden jährlich in der Orther Reede im Westen der Insel Fehmarn ausgetragen. Die Bucht bietet Schutz vor größeren Wellen und die Möglichkeit bei allen Windrichtungen den Regattakurs mit relativ flacher Wasseroberfläche auszulegen. Dieses sogenannte „Flachwasser“ ist sehr entscheidend um hohe Geschwindigkeiten mit dem Surfbrett zu erzielen, da in höheren Wellen die Wegstrecke zum Beschleunigen bis zum nächsten Wellenberg begrenzt ist. Speedsurfer suchen möglichst flaches Wasser und gehen auf Rekordjagd. Innerhalb einer Regattawoche können Windrichtungen in Nordeuropa jedoch wechseln und so wird ein möglichst vielseitiger Spot gesucht. Absolute Rekorde werden eher bei Niedrigwasser in Prielen des Wattenmeeres, ausgedehnten Sandküsten mit starkem ablandigen Wind oder in eigens dafür angelegten Kanälen erreicht. Dort ist die Wasseroberfläche maximal 5-10 cm aufgeraut und das Surfbrett kann ungehindert beschleunigt werden. Jedoch sind diese Reviere streng an eine Windrichtung gebunden und dadurch ungeeignet für eine Regattawoche außerhalb der Passatzone mit täglich konstanter Windrichtung. Kurz und knapp, Fehmarn ist vielleicht nicht das schnellste Revier aber vielseitig. Die etwas rauere Wasseroberfläche im Vergleich zu Weltrekordrevieren verlangt etwas mehr Fahrtechnik. Die Wind- und Wasserbedingungen sind für alle gleich und genau das macht es spannend eine Meisterschaft auszufahren. Die Renndauer beträgt eineinhalb Stunden und jeder Fahrer kann so oft er möchte mit verschiedenen Einstellungen seines Surfmaterials durch die mit Bojen markierte Wegstrecke von 500 m oder bei böigeren Bedingungen auch 250 m fahren. Am Ende zählen die schnellsten zwei Durchschnittsgeschwindigkeiten jedes Fahrers, damit nicht mit einer Spitzenwindböe das Rennen gewonnen werden kann. Ein Speedsurfer muss also mindestens zweimal „Vollgas“ durch den Kurs fahren. In die Gesamtwertung fließen alle Einzelrennen einer Regatta ein. Es darf aber auch Mal etwas „schief gehen“, da nach vier Rennen das schlechteste Einzelergebnis gestrichen werden darf, nach sieben Wertungsläufen ein weiteres nach elf Rennen das nächste usw…

Die Rennen 2019:

Zum Auftakt wurde Fehmarn von spätsommerlich heißer Witterung und nahezu Windstille geprägt. Nach dem Skippersmeeting und Einweisung in die örtlichen Gegebenheiten durch das Organisations- und Wettfahrtkomitee konnte erstmal ausgiebig „geschnackt“ werden. Die meisten Fahrer hatten sich ein Jahr nicht gesehen und es waren auch eine große Anzahl neuer Gesichter mit dabei. Insgesamt war ein neuer Teilnehmerrekord mit 61 Surfern und 9 Surferinnen in Orth vor Ort.

Der erste Wettkampftag verlief ohne Wettfahrten und die Teilnehmer erfrischten sich bei Stand Up Paddle –Touren und abends etwas Modellsegeln.

Am ersten September schaltete die Witterung von Hochsommer direkt auf herbstliche Temperaturen um, Wind war für den Rest der Woche täglich gemeldet und neben neuem Teilnehmerrekord könnten auch rekordverdächtig viele Rennen gefahren werden. Ein 500 m Kurs wurde Vormittags auf die prognostizierten Westwinde gelegt. Gegen Mittag nahm der Wind wie gemeldet zu und das erste Rennen wurde angesetzt. Aufgrund von Regenfronten drehte der Wind direkt auf Nordwest, so dass ein Rennabbruch und Kurskorrekturen erforderlich wurden. Als Notlösung wurde mit kurzem Anlauf, stehend vor der Hafenmole, erneut gestartet. Anstatt surfend frei um den Kurs rotierend, reihten sich alle Fahrer im Stehbereich in einer Warteschlange auf und der Regattaleiter entsandte alle 10 Sekunden einen Fahrer mit Beachstart auf den Kurs. Die Anzahl der Kursdurchfahrten war erheblich eingeschränkt und nach 45 min waren alle Fahrer maximal 4 Läufe gefahren. Im gleichen Zeitraum sind bei freier Rotation das zwei- bis dreifache an Fahrten im Normalfall möglich. Der Wind wurde zunehmend schwächer und die Regattaleitung musste das Rennen vorzeitig ohne Wertung abbrechen.

Montag früh wehte erneut guter Wind aus Westen und das erste Rennen wurde 9 Uhr bei strahlendem Sonnenschein gestartet. Im Vorjahr kämpften Michael Naumann (GER-14) aus Warnemünde und Uwe-Sören Schmidt (GER-710) aus Ritterhude Kopf an Kopf um den Titel, den Naumann für sich entschied. Im ersten Rennen startete die Neuauflage und Uwe-Sören sicherte sich den ersten Sieg, gefolgt von Michael Naumann und Torsten Mallon (GER-818) aus Hamburg. Rennen zwei wurde direkt im Anschluss angeschossen, jedoch verließ uns der Wind und es musste abgebrochen werden. Dienstag drehte der Wind auf Südsüdwest bis Südwest und rapide sinkender Wasserstand in der Westbucht erforderten eine Kursverlegung in die Ostbucht. Das wurde noch nie bei dieser Windrichtung getestet, erwies sich aber als sehr gute Alternative zum potenziellen stolpern über Steine und Findlinge in der Westbucht. Gestartet wurde aus Richtung Lemkenhafen in Richtung Orth, die ersten 100 m im Kurs waren noch durch leichte Windwellen geprägt, während im weiteren Verlauf in Richtung Ziel die Wasseroberfläche sehr glatt wurde. Zusammen mit 19-27 kn Wind war es perfekt zum „Heizen“ und Spitzengeschwindigkeiten bis 36 kn wurden erreicht. Im letzten Drittel des für 90 min angesetzten Rennens drehte der Wind etwas und der Start lag nicht mehr optimal zur Windrichtung, so dass nach 65 min das Rennen beendet wurde. Die erforderliche Mindestgeschwindigkeit von 26 kn auf 500 m wurde von den meisten Fahrern weit überboten und der Lauf konnte offiziell für die DM gewertet werden.

Die Reihenfolge Schmidt, Naumann, Mallon blieb die gleiche und Uwe baute seinen Vorsprung in der DM Wertung aus. Anschließend wurde Rennen 3 gestartet, jedoch verließ uns wiedermal vorzeitig der Wind. Am Mittwoch blieb der Wind mit böigen  10-15 kn den ganzen Tag unterhalb der positiv gemeldeten Prognosen und es konnte kein Rennen ausgetragen werden. Am Abend fand die jährliche Hauptversammlung des Vereins Deutscher Speedsurfer statt und es wurde über Personaländerungen der Fahrersprecher, im Vorstand sowie die Aufgabenverteilung im Verein beraten.

„Neuer Tag neues Glück“ und für Donnerstag war starker Westwind gemeldet, so dass noch am Vorabend der Kurs in die Westbucht umgelegt wurde. Damit das Teilnehmerfeld beim Hochkreuzen zum Start sich räumlich nicht so weit auseinanderzieht und die Sicherheit schwierig zu überwachen ist, wurde die Kurslänge auf 250 m verkürzt. Leider half all die mühevolle Vorbereitung am Vortag nicht und der Wind überraschte uns am Morgen mit südlicherer Tendenz als gemeldet. Eine halbe Stunde Startverzögerung und Kurskorrektur waren wieder an der Tagesordnung. 10:30 bis 12:00 Uhr wurde Rennen 3 bei 14-17 kn Wind ausgetragen. Die Reihenfolge des Spitzentrios blieb erneut gleich und Uwe spürte schon langsam die Goldmedaille sicher in seinen Händen. Er hatte viel im Jahresverlauf trainiert. Regenfronten verursachten eine längere Pause und Winddreher nach West bis Nordwest durchkreuzten erneut den Tagesplan der Regattaleitung. Um 16 Uhr wurde Rennen 4 gestartet, kurz darauf wieder Abbruch und Kurskorrektur. 17 Uhr Neustart mit Nordwestwind, Fronten brachten Windböen bis über 30 kn mit und es wurde sportlich auf dem Kurs, häufige Materialwechsel von groß auf kleine Segel und Boards und umgekehrt machten das Rennen turbulent. Uwe-Sören gewann erneut, diesmal vor Fehmarns Lokalsurfer Michael Brozio (GER-27) aus Lübeck und Michael Naumann. Die windigen Verhältnisse hielten weiter an und am Freitag wurden zwei weitere Rennen von den Teilnehmern absolviert. Der Wind drehte auf Südwest zurück und die Regattacrew musste mit Kurskorrekturen reagieren. Böiger Wind zwischen 13-18 kn machten es den Fahrern nicht gerade einfach. Rennen fünf lief für das Spitzentrio in gleicher Reihenfolge Uwe-Sören, Michael Naumann und Torsten Mallon, während Rennen 6 an Michael Naumann ging. In dem 6ten Rennen überschritt die Teilnehmerzahl von 20% nicht die Mindestgeschwindigkeit von 28 kn und es wurde für den Sonderpreis des Fehmarn-Pokals gewertet.

Am letzten Regattatag setzte Flaute ein und es konnte in Ruhe das Eventgelände aufgeräumt und abgebaut werden. Um 15 Uhr wurde mit einer zünftigen Siegerehrung Uwe Sören Schmidt als neuer Deutscher Meister geehrt. Damit ging sein langjähriger Traum in Erfüllung. Vizemeister wurde Michael Naumann und Torsten Mallon komplettierte das Podium. Auf den weiteren Plätzen folgen Michael Brozio, Manfred Merle aus Peine, Neueinsteiger Matthias Popp aus Greifenberg am Ammersee, Patrick Miller aus Leverkrusen, Platz 8 ging an Ralf Ewers aus Schloß Holte, gefolgt von Björn Haacke aus Bremen und Carsten Hanke aus Witten.

Bei den Damen gewann Birgit Höfer (GER-117) aus Albershausen das Auftaktrennen während Anja Kruse (GER-535) aus Celle die weiteren vier Rennen für sich entschied. Anja sicherte sich somit den ersten Platz gefolgt von Birgit, die ihr großes Ziel den deutschen Damenrekord im Sommer in Südfrankreich hoch schrauben konnte. Neueinsteigerin Gila Steinbacher (GER-570) aus Wunstorf stand ebenfalls mit auf dem Podium, gefolgt von Katrin Nürnberg (GER-604) aus Lübeck und Sarina Wagner (GER-536) aus Celle auf den Plätzen vier und fünf. Die Nachwuchswertung (U20) gewann David Homberg (GER-2101) aus Bochum vor Michel Gutbier (GER-1203) vom Edersee bei Kassel und seinem Teamkollegen Niklas Holzhauer ebenfalls vom Edersee. Damit geht eine windige jedoch aus Sicht der Regattaleitung nicht immer ganz einfache Deutsche Meisterschaft zu Ende und alle freuen sich bereits auf die Neuauflage. Vielen Dank an alle die diese Meisterschaft ermöglicht haben. Die Sponsoren sowie der Tourismusservice Fehmarn haben bereits Ihre Unterstützung für 2020 zugesichert … „wir sehen uns in Orth 2020“! von Michael Naumann

Hier sind die Ranglisten, Ergebnisse DM 2019 und Fehmarn-Pokal 2019: Ohne Gewähr!

Rangliste – DM 2019 Herren

Rangliste – DM 2019 Damen

Rangliste – DM 2019 Gesamt Herren

Rangliste – DM 2019 Gesamt Damen

Rangliste – DM 2019 Gäste Herren

Rangliste – DM 2019 Gäste Damen

Ergebnisse Lauf 1 Gesamt – DM 2019

Ergebnisse Lauf 2 Gesamt – DM 2019

Ergebnisse Lauf 3 Gesamt – DM 2019

Ergebnisse Lauf 4 Gesamt – DM 2019

Ergebnisse Lauf 5 Gesamt – DM 2019

Rangliste – Fehmarnpokal 2019 Herren

Rangliste – Fehmarnpokal 2019 Damen

Uwe-Sören Schmidt ist neuer
Deutscher Meister in der Windsurfklasse „Speed“
Uwe-Sören Schmidt (GER-710) aus Bremerhaven
neuer Deutscher Meister
DM 2019 Herren
DM 2019 Damen
DM 2019 U20
DM 2019 Gäste Herren
Fehmarnpokal 2019 Herren
Fehmarnpokal 2019 Damen
Fehmarnpokal 2019 U20

Ergebnis Deutsche Meisterschaft im Speedwindsurfen 2019

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Am Samstag, 07.09.2019 endete die Deutsche Meisterschaft im Speedwindsurfen. Neuer Deutscher Meister ist Uwe-Sören Schmidt (GER-710) aus Ritterhude. Er siegte vor Michael Naumann (GER-14) aus Warnemünde und Torsten Mallon (GER-818) aus Hamburg. Bei den Damen war Anja Kruse(GER-535) aus Hannover die erfolgreichste, gefolgt von Brigit Höfer (GER-117) aus Albershausen und Gila Steinbacher (G570) aus Wunstorf. Besonders erfreulich ist die Teilnahme von 5 Jugendlichen/jungen Erwachsenen in der U20-Wertung, den Platz 1. sicherte sich David Homberg (GER-2101) aus Bochum vor Michel Gutbier (GER-1203) aus Edertal und dem Niklas Holzhauer aus Kassel.

Alle Ergebnisse sind hier nachfolgend zu finden. Zudem müssen wir eine Korrektur zu den bei der offiziellen Siegerehrung verkündeten Ergebnissen der Top Ten Herren bekannt geben: Matthias Popp (GER-2907) aus Gräfenberg hat den 6. Platz belegt, womit sich die Rangliste ab Platz 6 verändert. Wir bitten alle betroffenen Fahrer um Entschuldigung für dieses Versehen!

Ein ausführlicher Bericht wird noch nachgereicht.

Hier sind die Ranglisten, Ergebnisse DM 2019 und Fehmarn-Pokal 2019: Ohne Gewähr!

Rangliste – DM 2019 Herren

Rangliste – DM 2019 Damen

Rangliste – DM 2019 Gesamt Herren

Rangliste – DM 2019 Gesamt Damen

Rangliste – DM 2019 Gäste Herren

Rangliste – DM 2019 Gäste Damen

Ergebnisse Lauf 1 Gesamt – DM 2019

Ergebnisse Lauf 2 Gesamt – DM 2019

Ergebnisse Lauf 3 Gesamt – DM 2019

Ergebnisse Lauf 4 Gesamt – DM 2019

Ergebnisse Lauf 5 Gesamt – DM 2019

Rangliste – Fehmarnpokal 2019 Herren

Rangliste – Fehmarnpokal 2019 Damen

DM Herren 2019
DM Damen 2019
DM U20 2019
DM Herren Gäste 2019
Fehmarnpokal 2019 Herren
Fehmarnpokal 2019 Damen
Fehmarnpokal 2019 U20

Kleiner Bericht von der DM von Samstag bis Donnerstag!

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Leider konnten von Samstag bis gestern Donnerstag den 5. September 2019 nur fünf Rennen gestartet werden. Da der Wind dies Jahr nicht immer auf dem Kurs so Konstant und aus einer nur einer Richtung mit mehr als 16 Knoten kam. Da durch wurden die Starts immer wieder verschoben, da Kurskorrekturen vorgenommen oder Windlöcher und Regenfelder abgewartet wurden, was natürlich für das Fahrerfeld nicht so schön war, denn jeder Teilnehmer möchte ja so oft wie möglich auf dem Wasser bzw. auf dem Kurs sein. Dabei konnten die Fahrer an den Tagen nicht nur einen 250 Meter-Kurs befahren sondern auch den 500-Meter-Kurs. Dabei wurden bei diesen Bedingungen Spitzengeschwindigkeiten von knapp über 60 km/h von einigen Fahrern erreicht.

Hier sind die ersten Ranglisten unter vorbehalt:

Deutsche Meisterschaft 2019 – was passierte die ersten 2 Tage

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Am Samstag den 31.08.2019 begann die Deutsche Meisterschaft in der Windsurfklasse „Speed“ in Orth auf Fehmarn. Unter den 62 Teilnehmern sind acht Frauen. Dies ist in jeder Hinsicht ein Rekord, weil sich noch nie so viele Fahrer und Fahrerinnen angemeldet haben. Da die Teilnehmerzahl auch 65 begrenzt ist, können nun nur noch Tagesgäste zugelassen werden. Nach dem Einschreiben war um 11 Uhr das erste Skippers Meeting.Herr Behncke vom Tourismus-Service Fehmarn war vor Ort und hat uns herzlich begrüßt. Anschließend hat der erste Vorsitzende, Mike Henschel, die Teilnehmer mit allgemeinen Informationen zum Ablauf der Veranstaltung und ersten Renntag versorgt. Gestern haben die Teilnhmer das Sommerwetter genossen, ihr Material aufgebaut und Neuigkeiten ausgetauscht. Da war es nicht schlimm, dass noch kein offizielles Rennen gestartet werden konnte.

Für den Sonntag verhießen die Vorhersagen die Möglichkeit auf zwei Rennen. Der Wind blieb zu böig und drehfreudig, sodas die Regattaleitung die Zwei angeschlossenen Rennen vorzeitig abbrechen müssten.

Für Morgen ist um 08:30 Uhr vom Regattaleiter Eugen ein Skippers Meeting angesetzt, da die Windprognose recht gut aus schaut für mehrere gültige Rennen.

Gesamtstarterfeld 2019 mit 62 Teilnehmern
Starterfeld Damen
Starterfeld U21